Blutzucker und Hafer Beta-Glucan

Hafer Beta-Glucan verlangsamen den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit und verzögern das Absinken auf die Werte vor der Essenseinnahme. Die Funktionsweise lässt sich folgendermassen beschreiben: Wird das Beta-Glucan in den löslichen Ballaststoffen des Hafers verdaut, bildet es ein Gel, das den Inhalt des Magens und des Dünndarms dickflüssiger werden lässt. Dadurch verlangsamt sich die Verdauung, womit sich die Aufnahme von Kohlenhydraten in den Blutkreislauf länger hinzieht und plötzliche Schwankungen des Blutzuckerspiegels ausbleiben.

Blutzucker und Hafer Beta-Glucan

Hafer Beta-Glucan verlangsamt den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit und verzögert das Absinken auf den Stand von vor dem Essen: 1 ohne Hafer Beta-Glucan | 2 mit Hafer Beta-Glucan

Der Blutzuckerwert bezeichnet die Glukose-Konzentration, also den gelösten Traubenzucker im Blut. Diese Zuckerform stellt die Energieversorgung der Zellen sicher. Unter Einwirkung von Insulin gelangt Glukose aus der Blutbahn in die Zelle. Diese gewinnt daraus in einer Kette von chemischen Reaktionen wertvolle Energie. Ohne das Hormon Insulin gelangt Glukose nicht in die Zellen und bleibt im Blut. Die Folge ist ein zu hoher Zuckerwert im Blut, während die Zellen dringend Glukose brauchen. Eine erhöhte Glukosekonzentration im Blut heißt “Überzucker” oder Hyperglykämie.

Nachweisliche Verminderung der glykämischen Reaktion nach dem Essen – Senkung des Zuckergehalt.

Die Verminderung der glykämischen Reaktion nach dem Essen steht in engem Zusammenhang mit dem Kohlenhydratstoff- wechsel und einer Unempfindlichkeit gegen Insulin. Beides ist bei der Behandlung einer gestörten Glucosetoleranz wichtig. Dies ist oft bei Übergewicht der Fall. Um diesen Nutzen zu erzielen, muss ein Produkt mindestens 4g bioaktives Hafer Beta-Glucan pro 30g der mit der Mahlzeit eingenommenen Kohlenhydrate enthalten.

“Der den angegebenen Effekten zugrunde liegende Wirkmechanismus der Beta-Glucane aus Hafer ist zweifelsfrei nachgewiesen und hängt von der erhöhten Viskosität der aufgenommenen Nahrung und darin enthaltenen Beta-Glucane ab. Wenn die aufgenommene Nahrung im Dünndarm ankommt, verzögert eine hohe Viskosität die Aufnahme von Nährstoffen, darunter auch Glucose.” (EFSA Journal 2011;9(6):2207)